SenseCare: Sensor-gestütztes Affective Computing für verbesserte medizinische Versorgung

Das Projekt SenseCare vereint eine vielfältige Gruppe von Fachleuten aus Industrie und Wissenschaft mit dem Ziel, künftige Gesundheitsprozesse und -systeme mit sensorischen und maschinellen Lerntechnologien zu verbessern und voranzubringen, um emotionale (affektive) und kognitive Einblicke in das Wohlbefinden von Patienten zu erhalten. Damit soll eine effektivere Behandlung über mehrere medizinische Domänen hinweg ermöglicht werden. Ziel ist es, Technologien und Methoden zu entwickeln, die die enormen und wachsenden Kosten für die Gesundheitsversorgung von Demenz und damit zusammenhängenden kognitiven Beeinträchtigungen verringern, die die europäischen Bürger belasten. Die entstehenden Kosten in diesem Bereich werden bis 2030 auf über 250 Milliarden Euro geschätzt.

Aus technischer Sicht ist das primäre Ziel ein „cloudbasiertes Affektiv-Computer-Betriebssystem“ zu entwickeln, das in der Lage ist, mehrere sensorische Datenströme zu verarbeiten und zu fusionieren, um kognitive und emotionale Intelligenz für AI-verbundene Gesundheitssysteme bereitzustellen.

Das Konsortium wird insbesondere:

  • Festlegen und konstruieren der Architektur der SenseCare-Plattform und anschließendes Bereitstellen der cloudbasierten Plattform-Infrastruktur
  • Erstellen und Auswerten von zwei Use-Case-Testpiloten (in Bezug auf die Demenzversorgung und vernetzte medizinische Bereiche), die die Dienste der SenseCare-Plattform integrieren und anwenden
  • Entwicklung und Spezifikation einer Reihe von medizinischen Informatik-Anwendungen, die auf der SenseCare-Plattform laufen und innerhalb der Use-Case Pilotphasen getestet und ausgewertet werden

Das Projekt findet im Rahmen des EU-Förderprogramms Marie Skłodowska-Curie RISE Action (MSCA RISE) als Mitarbeiteraustausch statt. Das Projektformat soll durch den gegenseitigen Austausch von Personal und Wissen internationale und intersektorale Kooperationen gefördert. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen aus dem akademischen und dem nicht-akademischen Bereich zu stärken. Der Wissenstransfer soll die Wissenschaft und die Entwicklung von Innovationen voranbringen und dazu beitragen, kreative Ideen in innovative, nachhaltige Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse umzusetzen.

FTK bearbeitet die Realisierung von semantischen Software-Layern der Datenfusion für die umfassende Integration von Sensordatenströmen. Die per Sensorik erhobenen Daten von Menschen mit Demenz in ihrer Wohnumgebung werden analysiert, um damit Rückschlüsse auf Steigerungspotentiale des Wohlbefindens dieser Menschen zu ziehen.

Partner im Projekt:

  • CIT - Cork Institute of Technology, Irland
  • University of Ulster, Irland
  • FTK - Forschungsinstitut für Telekommunikation und Kooperation, Deutschland
  • GLOBIT GmbH, Deutschland
  • Inmark Europa, Spanien