RAGE

Wie können Grundlagen und Technologien aus Computerspielen am besten angewandt werden, um die Kompetenzentwicklung und den Wissenserwerb für Europas Arbeitskräfte zu unterstützen und voranzutreiben? Das ist die Herausforderung, der sich die Forschung des RAGE Projektes in den nächsten vier Jahren durch die Einbindung und Koordination von Spiele Studios, Forschungsinstituten, sowie Aus- und Weiterbildungsanbietern in ganz Europa stellen wird.

Kompetenzentwicklung

Das RAGE Projekt wird angewandte Spiele-Piloten in den unterschiedlichsten Bereichen entwickeln und einsetzen. Zu diesen Bereichen gehören das Kommunikationstraining in der beruflichen Weiterbildung, die digitale Kreativität zur Förderung der regionalen Entwicklung, die Qualifikation von Arbeitslosen mit übergreifenden Kompetenzen zur Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit, die Entwicklung von Soft-Skills im Sport, die Gesprächsführungskompetenz in strafrechtlichen Ermittlungen sowie das Erlernen von Fähigkeiten zur Arbeitsstellensuche für Zeitarbeiter.

Spiele-Studios

Die Piloten adressieren über 3.000 Teilnehmer in ganz Europa. Zusätzlich wird der nachhaltige Nutzen in den resultierenden Technologien gesehen. Das Projekt generiert eine Kollektion von eigenständigen Komponenten zur Entwicklung von angewandten Spielen, welche die Spiele-Studios dabei unterstüzten werden die Entwicklung angewandter Spiele effizienter und anwendungsbezogen gestalten zu können. RAGE wird diese Komponenten zusammen mit einem großen Umfang an hochwertigen Wissensressourcen über ein Online-Portal mit Integration in die sozialen Medien zur Verfügung stellen, welches Forschung, Spiele-Industrie, Intermediäre, Bildungsanbieter, politische Entscheidungsträger und Endnutzer verbinden wird.

Das RAGE-Projekt

RAGE (Realising an Applied Gaming Eco-system) ist ein 48-monatiges technologie- und know-how-getriebenes Forschungs- und Innovationsprojekt, gefördert im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation - Horizon 2020.

Das Projekt, das am 1. Februar 2015 gestartet ist, wird von der Open University in den Niederlanden koordiniert und umfasst 20 Partner aus der Spiele-Industrie, dem Bildungssektor und Forschungseinrichtungen aus 10 europäischen Ländern: Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Rumänien und Spanien.

Konkret wird RAGE erarbeiten:

1. bewährte Verfahren der Nutzung von Asset-basierten angewandten Spielen aus verschiedenen realen Kontexten,

2. ein interoperables Set aus fortschrittlichen Technologie-Komponenten abgestimmt auf angewandte Spiele,

3. einen zentralen Zugang zu einer breiten Palette von Spiele-Software-Modulen, Diensten und Ressourcen,

4. ein Online Portal, welches die dem Fortschritt und der Innovation zugrunde liegende Zusammenarbeit erleichtert,

5. Workshops und Online-Fortbildungsmöglichkeiten sowohl für Entwickler als auch für Lehrkräfte,

6. Komponenten-basierte Praxisbeispiele zur Unterstützung der Industrie bei der Ergreifung neuer Chancen und

7. ein Geschäftsmodell und einen Plan zur Markteinführung, für die Verwertung der RAGE Ergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus.

RAGE Partner FTK

Das FTK Forschungsinstitut für Telekommunikation und Kooperation e.V. in Dortmund ist einer der führenden Partner des Projektes RAGE.

Wir sind zuständig für das Design des RAGE Ecosystems und die Leitung der Umsetzung des Grundgerüstes der virtuellen Informations- und Wissensumgebungsinfrastruktur, basierend auf einem Software-Repository, einer digitalen Bibliothek, einem Medienarchiv, einem Online-Training-Portal und einer interaktiven Karte zur Visualisierung von Zielgruppen und Ressourcen des RAGE Projektes. Darüber hinaus wird das FTK seine Kompetenz auf den Gebieten Information Retrieval, Data Mining und Recommender Systems einbringen, mit dem Fokus auf Indexing-Software-Technologien, Dokumentation, Medienressourcen und Lerninhalten. Des Weiteren wird das FTK im Bereich der mobilen Lernunterstützung zum Online-Training-Portal sowie die technische Entwicklung des Community Supports des RAGE Ecosystems unterstützen.

Das FTK kooperiert bei der Umsetzung des Projektes mit dem Lehrstuhl Multimedia und Internetanwendungen von Prof. Matthias Hemmje, Fakultät für Mathematik und Informatik an der FernUniversität in Hagen.

Kontaktinformationen:

FTK e.V., Dortmund: Prof. Dr. Dominic Heutelbeck, +49 231 - 97 50 56 0

FernUniversität Hagen: Prof. Dr.-Ing. Matthias Hemmje, +49 2331 - 987 304